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Schnell zur Bikinifigur - der Frühjahrsdiäten-Wahnsinn hat begonnen! - Teil 1

keine Bikinifigur trotz Diät

Mutters Weihnachtsgans mit Rotkohl und Knödeln haben sich auf unseren Hüften verewigt. Und auch die Krokant-Ostereier sind nicht spurlos an uns vorbei gegangen.

Aber was soll‘s – von Frauenzeitschriften, Internetportalen und Tageszeitungen werden wir ja in diesen Tagen und Wochen wieder mit neuen Wunder- und Crashdiäten überhäuft. Mit detaillierten Diät- und Trainingsplänen versprechen sie uns die perfekte Bikinifigur in Rekordzeit. Als Beleg dafür, dass es wirklich klappt, gibt es dazu eindrucksvolle Galerien mit Vorher-Nachher-Bildern von Frauen mit Problemzonen, die sich innerhalb weniger Wochen in Sixpack-Models verwandelt haben.

Massenweise Diät-Trends für die schnelle Bikinifigur

Erfahrungsgemäß boomen im Mai die Veröffentlichungen der neuesten Diät-Trends. Denn der Sommer ist ja plötzlich und unerwartet fast greifbar nah. Womit können wir es in diesem Frühjahr gerade noch einmal schaffen, unsere Bikinifigur (wieder) zu erlangen? Fit for Fun verrät uns seine „15 Abnehmgeheimnisse vom Morning-Schlank-Drink bis zum Metabolic-Activation-Workout“. Bei Focus Online erfahren wir, dass für Nina Hoger nur FdH in Frage kommt und dass die Dash-Diät nicht nur das Gewicht, sondern auch den Blutdruck senkt. Die aktuelle Ausgabe der Frauenzeitschrift Lisa setzt auf den Diät-Hit aus den USA: „Neue Schlank-Suppen“. Sie versprechen jeden Tag ein Kilo weniger! Bei brigitte.de erfahren wir, wie sich die Stars schlank schlemmen – nämlich mit griechischem Joghurt. Und Gala hat für uns die neue Trend-Diät „Abnehmen mit Sirtfood“ entdeckt.

Wirklich neu und gut?

Im Gegensatz zu mir haben sie wenigsten etwas entdeckt, denn ich tue mich damit schwer. Nichts von dem, was ich da gelesen habe ist neu, geschweige denn langfristig effektiv. FdH ist ein alter Hut, der auf reinem Verzicht basiert. Die Dash-Diät hat nicht wirklich etwas mit Abnehmen zu tun, sondern steht für „Diätetischer Ansatz zum Stopp von Hochdruck“. Das propagierte „Immer-satt-Gefühl“ bei den Schlank-Suppen bezieht sich wohl eher auf die Begeisterung für diese Art von Diät, die schon in den 1980er Jahren so manchen zur Verzweiflung gebracht hat.  Und dass griechischer Joghurt aufgrund seines hohen Eiweißgehalts und der wenigen Kohlenhydrate bestens für die Low Carb Ernährung geeignet ist, weiß mittlerweile auch schon jedes Kind.

Ein bisschen verarscht fühle ich mich von Gala und dem neuen Sirtfood-Trend. Um viel Sirtuin (dabei handelt es sich um ein Enzym, dass die Produktion von freien Radikalen verringern und die Fettverbrennung anregen soll) aufzunehmen, soll man häufiger Rotwein trinken und dunkle Schokolade essen – aber bitte bei einer Kalorienobergrenze von maximal 1.500 Kalorien pro Tag. Sag mal, geht’s noch?

Kurz und gut: Nicht Neues! Wer schnell ein paar Kilo verlieren will,  muss den Hintern hochkriegen, auf vieles verzichten und braucht dazu noch – wie im Fall der Schlank-Suppen – eine gehörige Portion Disziplin. Wem das zu radikal und zu wenig erfolgsversprechend ist, der sollte sich Schritt für Schritt seinem Gewichtsziel nähern – schließlich kommt es letztlich auf den langfristigen Erfolg an – trotz nahender Bikini-Saison.